In unserem Körper existiert nachweislich neben Herz- und Atemrhythmus ein dritter biologischer Rhythmus - der Craniosacrale Rhythmus. Er beeinflusst jede einzelne Körperzelle, den Gesamtstoffwechsel unseres Organismus und ist auch am Körper tastbar.
Der Craniosacrale Rhythmus ist an knöchernen Strukturen wie den Schädelknochen, der Wirbelsäule und dem Kreuzbein tastbar. Mit einer Frequenz von sechs bis zwölf Zyklen in der Minute ist er wesentlich langsamer als unser Herzschlag (60-80 Schlägen pro Minute) und auch noch langsamer als unsere Atmung (12-20 Atemzüge pro Minute).
Dr. William Sutherland widerlegte in den 20er Jahren die Annahme, dass unsere Schädelnähte verknöchern und eine Bewegung somit nicht möglich ist. Durch einen selbstgebastelten Footballhelm, mit dem er unterschiedliche Schädelknochen mit Stellschrauben gegeneinander fixierte, konnte er verschiedenste Symptome wie Kopfschmerzen, Seh- und Hörfähigkeitsstörungen, Persönlichkeitsveränderungen und Depressionen bei sich hervorrufen. Seine Frau dokumentierte damals dieses Experiment. Somit konnte er den Zusammenhang zwischen Schmerzen und Persönlichkeitsveränderungen und den unterschiedlich fixierten Schädelknochen herstellen.
In den 70er Jahren konnte der Mediziner Dr. John Upledger, während der Assistenz bei einem neurologischen Eingriffs, das Craniosacrale System mit eigenen Augen betrachten. Er sollte während dieser OP die Duralmembran (äußere, feste Hirnhaut, die das Gehirn und das Rückenmark umgibt) ruhig halten, was ihm aber nicht gelang. Sie pulsierte mit etwa 10 Zyklen in der Minute.
Unter der Leitung von Dr. Upledger wurde das Craniosacrale System und die Vermutungen von Dr. Sutherland, von einem wissenschaftlichen Forscherteam überprüft und bewiesen. Er entdeckte unser Craniosacrales System, dass unsere Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit produziert und auch wieder aufnimmt.
Zu diesem Craniosacralen System gehören alle Schädelknochen, die Wirbelsäule und das Kreuzbein. Innerlich zählen Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit, die Gehirn- und Rückenmarkshäute sowie die Gehirnkammern dazu. Der Liquor (Gehirnwasser) wird darin rhythmisch produziert, was zu einem Ausdehnen des Schädels sowie einer jeden Körperzelle führt. Resorbiert wird der Liquor über das venöse System im Schädelinneren, was zu einem Zusammenziehen des Schädels und einer Innenrotation des Körpers und einer jeden Zelle führt.
Dieser Craniosacrale Rhythmus wurde nicht nur beim Menschen erforscht, sondern auch bei Hunden, Pferden und Katzen und ist vermutlich bei allen Wirbeltieren spürbar.
Unsere Gesundheit, Funktionsfähigkeit, Verhaltensmuster und Gefühle sind alle vom Gleichgewicht des Craniosacralen Systems abhängig. Die enge Beziehung zwischen Körper, Seele und Geist ist der eigentliche Kern der Craniosacralen Arbeit.
Über das Ertasten des Craniosacralen Rhythmus, der am ganzen Körper spürbar ist, werden wichtige Informationen über eingeschränkte Beweglichkeit von Knochen, Gelenken, Membranen oder Bindegeweben erhalten.
Durch behutsame Berührungen werden Blockaden des Systems wahrgenommen und gleichzeitig behandelt.
Im Verlauf der Craniosession kommt es zu einer tiefen Entspannung und Regeneration, die Selbstheilungskräfte werden auf allen Ebenen unterstützt und das körperlich - geistig - seelische Gleichgewicht wiederhergestellt.
Ich arbeite präventiv, d.h. vorbeugend. Ich bin keine Therapeutin, da ich keinem Heilberuf angehöre. Beschwerden müssen immer zuerst mit einem Arzt abgeklärt werden.